{"id":8509,"date":"2023-09-20T10:38:09","date_gmt":"2023-09-20T08:38:09","guid":{"rendered":"https:\/\/duple.eu\/?p=8509"},"modified":"2023-09-20T10:38:11","modified_gmt":"2023-09-20T08:38:11","slug":"ueber-daos-7-fragen-an-nelli-quakernack-prof-dr-jan-christopher-pries","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/duple.eu\/en\/ueber-daos-7-fragen-an-nelli-quakernack-prof-dr-jan-christopher-pries","title":{"rendered":"\u00dcber DAOs: 7 Fragen an Nelli Quakernack &amp; Prof. Dr. Jan Christopher Pries"},"content":{"rendered":"<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>Nelli und Jan, seit wann besch\u00e4ftigt ihr euch mit dem Thema DAO?<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p><strong>Jan:<\/strong> Im August 2021 haben wir angefangen. Nelli hatte sich schon l\u00e4nger damit befasst, weil sie einen Kunden hatte, der eine DAO-\u00e4hnliche Organisation aufgebaut hat.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Nelli:<\/strong> Ich hatte Jan von meinem Kunden erz\u00e4hlt, ein Designkollektiv, das mit Mitgliedern auf der ganzen Welt remote arbeitet. Das fand ich interessant. Das Designkollektiv besteht aus einem Gr\u00fcndungsteam und einer Freelance-Community, die Strategie, Branding und UX\/UI Design f\u00fcr web3 Produkte anbieten.<\/p>\n\n\n\n<p>Von Anfang an war ich von der Idee sehr \u00fcberzeugt und wollte in und&nbsp; an der Organisation dieser Freelance-Community mitarbeiten. So eine Arbeit hatte ich bis dato nur im Kontext von Festanstellungen gemacht. Ich fand es spannend, dass die Freelancer:innen beteiligt werden, mit Anteilen &#8211; \u00e4hnlich der virtuellen Anteile, die man aus dem Startup-Umfeld kennt. Das habe ich Jan erz\u00e4hlt und wir beschlossen, uns damit zu besch\u00e4ftigen.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>Was findet ihr an eurer Forschung besonders spannend?<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p><strong>Jan: <\/strong>Mich interessiert die Frage: Was entsteht als N\u00e4chstes? Dass man nicht immer den Status quo optimiert, sondern sich fragt: Was kommt auf uns zu? Und da ist eine DAO eine Organisationsform, die ich so noch nicht gesehen habe. Es ist technologisch hochinnovativ und impliziert z. B. auch ganz andere F\u00fchrungsformen, Beteiligungsmodelle und HR-Verst\u00e4ndnisse. Also alles, was ich in meiner Lehre mache im Hinblick auf Arbeitspsychologie, Personalpsychologie und Organisationspsychologie.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Nelli und ich haben uns gesagt: An DAOs&nbsp; lernen wir Organisationen ganz neu zu denken, weil DAOs&nbsp; an den Grundfesten unseres Verst\u00e4ndnisses von Erwerbsarbeit und Organisation r\u00fctteln. In diesem Paket habe ich das so noch nicht gesehen.&nbsp; Das hat mich total mitgenommen und begeistert. Mit der Zeit sieht man auch die Schatten, die diese Dinge werfen: Aber im Moment steht der Kasten f\u00fcr mich noch in der Sonne.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Nelli:<\/strong> Als Arbeitspsychologin frage ich mich schon immer: Wie kommt die einzelne Person zu einer guten Arbeit in ihrem Leben? Da hat die DAO einen Punkt ber\u00fchrt, bei dem ich dachte: Ist das eine Organisationsform der Zukunft? Gerade im Hinblick auf das radikale Beteiligungsmodell und die Verteilung von Macht und Entscheidungsbefugnissen. Da war f\u00fcr mich auf den ersten Blick spannend: Gelingt es in einer DAO vielleicht ganz anders, Menschen \u00fcber Beteiligung und Verteilungssysteme zu motivieren als in den klassischen Organisationen? Auf den ersten Blick scheint die DAO das einzul\u00f6sen.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Das war der Moment, an dem ich gesagt habe: Damit m\u00f6chte ich mich st\u00e4rker besch\u00e4ftigen. Insbesondere, weil ich das ganze Thema Recruiting und Fachkr\u00e4ftemangel auch aus meiner Perspektive als HR-Generalistin kenne und die Frage spannend finde: Schafft es eine DAO vielleicht anders als traditionelle Organisationen, die Talente der Zukunft f\u00fcr sich zu gewinnen? Dar\u00fcber, dass die Menschen eine relative Freiheit genie\u00dfen, aber an den Entscheidungsprozessen beteiligt sind und an dem, was die DAO erwirtschaftet. Also: K\u00f6nnen wir die Leute mit der DAO besser motivieren? Wenn ich es herunterbreche, ist das die zentrale Frage. Ob die DAO ein Sehnsuchtsort f\u00fcr die n\u00e4chsten Generationen von Talents sein kann.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>Wie sieht der Aufbau einer DAO aus? Wer legt die Regeln fest?<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p><strong>Nelli: <\/strong>Die ideale DAO ist noch ein sehr idealtypisches Szenario: Eine oder mehrere Personen wollen eine Idee zum Leben erwecken. Sie versuchen, Leute hinter sich zu versammeln und bauen dann eine DAO auf, indem sie sagen: Es gibt bestimmte Regeln, die wir gemeinsam in Abstimmungsprozessen festlegen wollen. Das so entstehende Regelwerk \u2013 man kann sich das wie einen Gesellschaftsvertrag vorstellen \u2013 wird auf der Blockchain codiert. Ein Grund, warum das nicht mit einer Notarin, sondern auf der Blockchain gemacht wird: Weil die Mitglieder dann flexibler sind, wenn es darum geht, die Eigentumsverh\u00e4ltnisse anzupassen, wenn z. B. neue Mitglieder dazukommen oder Leute die DAO verlassen. Wenn der Gesellschaftsvertrag einmal im Code programmiert wurde, dann l\u00e4uft dieser Code autonom. Das hei\u00dft, er ist unabh\u00e4ngig von der Stimmung irgendwelcher F\u00fchrungskr\u00e4fte. Es braucht kein menschliches Einwirken und ist auch nicht abh\u00e4ngig davon.<\/p>\n\n\n\n<p>Abgestimmt wird z. B. wie neue Mitglieder aufgenommen werden, also wer das entscheidet oder was sie qualifiziert. In manchen DAOs k\u00f6nnen sich neue Mitgliedereinkaufen, indem sie Anteile und damit Stimmrechte erwerben. Auf diese Weise wird die Community gr\u00f6\u00dfer. Die Leute, die Anteile haben, arbeiten oft auch aktiv in der DAO mit. Das Ph\u00e4nomen des stillen Teilhabens gibt es in der idealtypischen DAO eher selten. Die Personen, die beteiligt sind, arbeiten und entscheiden mit.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Jan:<\/strong> Der Aufbau der DAO ist ein basisdemokratischer Prozess im Team. Das kenne ich anders aus Spin-offs und Startups. Da kommt die Idee und Struktur h\u00e4ufig aus der Unternehmensspitze und auf Teamebene wird weggearbeitet. Bei einer DAO bestimmt die Gruppe auch die&nbsp; Mission, die sie in die Welt tragen will. Und das hei\u00dft auch: mit all dem nervigen Kram, der mit basisdemokratischen Idealen einhergeht, wie z. B. langsame Entscheidungen und kontroverse Diskussionen f\u00fchren.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>Wie sieht die Zusammenarbeit innerhalb einer DAO aus? Was unterscheidet sie von einem \u201eklassischen\u201c Startup?<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p><strong>Jan:<\/strong> DAOs arbeiten h\u00e4ufig mit Teilzeitstellen. Als Mitglied wirke ich in verschiedenen Organisationen gleichzeitig mit \u2013 in einem recht engen Kompetenzspektrum. Ich mache das, worin ich am besten bin. Es ist in etwa so: Ich bin an verschiedenen Startups beteiligt und schmei\u00dfe nicht nur f\u00fcr ein einziges meinen Hut in den Ring.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Wenn man sich die Mitglieder von DAOs ansieht, f\u00e4llt auf, dass viele noch einen Halbtagsjob in der \u201ealten Welt\u201c haben. Sie haben einen Anstellungsvertrag und arbeiten als Freelancer bei einer oder mehreren DAOs mit. Wie das in f\u00fcnf Jahren aussieht, wissen wir nicht. Vielleicht haben die Leute dann ihre Stellen aufgegeben und beteiligen sich stattdessen an zehn DAOs.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Nelli: <\/strong>Ich denke auch immer an die Psychologie der einzelnen Personen, das spielt eine gro\u00dfe Rolle. Wenn ich wei\u00df: Ich komme in ein Startup, dann haben in der Regel wenige Leute die zentrale Verantwortung. In einer idealtypischen DAO ist der Aufbau so gedacht, dass alle gleich viel Verantwortung tragen. F\u00fcr mich macht die Vorstellung, dass ich z. B. am n\u00e4chsten Montag in einer DAO anfange, einen riesigen Unterschied zu: Ich werde als Freelancerin von einem Startup gebucht und das zahlt mir Geld f\u00fcr meine Zeit. In der DAO halte ich Anteile und bin beteiligt an allen Entscheidungsprozessen.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Jan:<\/strong> Ein weiterer Unterschied: Eine DAO funktioniert auch ohne juristische Person in Deutschland. Alles, was man braucht, ist eine Etherium-Adresse. Die DAO kann dann entscheiden, aus juristischen Gr\u00fcnden auch noch eine Gesellschaftsform eintragen zu lassen. Ich pers\u00f6nlich w\u00fcrde dazu raten, um juristische Probleme zu vermeiden.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Und ich will noch mal anschlie\u00dfen an das, was Nelli gesagt hat. Die Wette der DAO ist: Ich binde Talente \u00fcber das Versprechen einer neuen Organisationsform. DAOs gehen in ein starkes Spannungsverh\u00e4ltnis hinein, weil Retainment von den Talenten in der DAO-Welt viel schwieriger wird als in einer Organisationswelt, die auf Anstellungsvertr\u00e4ge setzt. Da bin ich sehr gespannt, wie es der Masse von DAOs gelingen wird, ihre Mitglieder zu binden. Sie haben ja erst mal nichts in der Hand, um Personen zu halten, au\u00dfer die Faszination f\u00fcr die DAO.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>Was bedeutet F\u00fchrung in DAOs?<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p><strong>Jan:<\/strong> Wenn mit F\u00fchrung Hierarchie gemeint ist, sagt die Theorie: DAOs sind hierarchiefreie Organisationen. Damit verschwinden aber die F\u00fchrungsaufgaben nicht. Die bleiben. F\u00fcr mich eine der spannenderen Fragen in dem Kontext ist: Wer bringt in DAOs die kreativen, strategischen Impulse ein? Das Tagesgesch\u00e4ft ist das eine, da wird bspw. Mittelmanagement nicht unbedingt gebraucht. Aber wo kommt die Kraft her, eine Strategie in eine Gruppe hineinzubringen und durchzusetzen?&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Und wenn alle Teilzeit beteiligt sind: Wer geht das Risiko ein, diese Kraft einzubringen und die Gruppe in eine neue Mission zu f\u00fchren? Ich glaube, viele DAOs werden sich aufl\u00f6sen. Ich vermute, wir werden mehr Aufl\u00f6sungen von Organisationen sehen in der DAO-Welt, als wir es bisher kennen, weil diese F\u00fchrungsrolle nicht immer eingenommen werden wird.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Nelli: <\/strong>Wenn F\u00fchrung auch hei\u00dft, festzulegen, wie Entscheidungen getroffen werden, um z. B. Komplexit\u00e4t zu reduzieren, dann ist diese Entscheidungsmacht in meiner Fantasie verteilt und funktioniert \u00fcber ein Voting System. Wenn eine DAO schnell gr\u00f6\u00dfer wird, weil das Thema funktioniert und viele neue Mitglieder anzieht, k\u00f6nnte man sagen: Es gibt bestimmte Bereiche, in denen braucht es eine gewisse Expertise. Deshalb geben wir die Entscheidungsbefugnis \u00fcber einen bestimmten Themenbereich an eine bestimmte Person. Diese Person trifft Entscheidungen in Zukunft alleine. Es h\u00e4ngt also nicht an einer F\u00fchrungskraft, sondern die Gruppe entscheidet gemeinsam und legt fest, wie Entscheidungen getroffen werden.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Jan:<\/strong> Die Beschl\u00fcsse \u00fcber die Entscheidungsmacht werden in den Code integriert. In der idealtypischen DAO werden viele Entscheidungen autonom durch den Code getroffen. F\u00fchrungsverantwortung rutscht somit&nbsp; in den autonom operierenden Code. Das ist nat\u00fcrlich anders, als wir es bisher in Organisationen sehen. Es sind erste Gehversuche auf dem Feld, so etwas umzusetzen. Die Vision der DAO besteht darin, dass Entscheidungen autonom&nbsp; durch den Code getroffen werden w.&nbsp; Ich glaube, das Chaos, das es in den gegenw\u00e4rtigen DAOs h\u00e4ufig gibt, gibt es auch, weil noch nicht genug Klarheit \u00fcber autonome Entscheidungen des Codes hergestellt wird.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>Gibt es noch Personalarbeit innerhalb der DAOs? Und wenn ja: Wie sieht sie aus?<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p><strong>Nelli:<\/strong> Es gibt daf\u00fcr andere Begrifflichkeiten. Ein gro\u00dfer Begriff, der \u201eHR\u201c zu ersetzen scheint, ist der Begriff \u201eCommunity Management\u201c oder \u201eCommunity Operations\u201c. In DAOs gibt es eine andere Betrachtung der Menschen, mit denen man zusammenarbeitet. Man versteht sich als Community, die sich um einen gemeinsamen Zweck herum organisiert.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Ich selbst verstehe mich als Gestalterin von Talent Experiences. Aus dieser Perspektive w\u00fcrde ich sagen, eine wichtige Erfahrung, die im Rahmen vom Community Management bspw. gestaltet werden muss, ist das Onboarding. Wenn eine neue Person reinkommt, braucht es Klarheit \u00fcber die Regeln f\u00fcr die Zusammenarbeit: Wie wollen wir miteinander umgehen? Was sind die Orte, an denen wir uns treffen und an denen ich mit anderen DAO-Mitgliedern in Kontakt kommen kann? Welche Prozesse gibt es schon f\u00fcr das, woran ich arbeiten m\u00f6chte? Wie funktioniert das Voting? Und gibt es Expert:innen in der DAO, die sich auch in Sub-DAOs organisieren und f\u00fcr bestimmte Dinge zust\u00e4ndig sind?&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>All das m\u00fcssen neue Mitglieder erfahren. Das ganze Thema Vertragswerk rund ums Anstellungsverh\u00e4ltnis, das wir kennen, f\u00e4llt&nbsp; &#8211; mehr oder weniger &#8211; weg. Und dann geht es weiter. Dann ist im n\u00e4chsten Schritt die Retention im Sinne von aktivem Community Management wichtig.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Jan:<\/strong> Im Sinne von Retention ist der Aufbau einer Bindung zwischen den Mitgliedern und&nbsp; der DAO zentral. Das wird eine gr\u00f6\u00dfere Aufgabe als das, was wir aus klassischen Pr\u00e4senzorganisationen mit Anstellungsvertr\u00e4gen kennen. Bindung&nbsp; in einem Kontext herzustellen, in dem man nur noch in einem Chat unterwegs ist und die Leute sehr unregelm\u00e4\u00dfig sieht, stellt eine Herausforderung dar. Der Fokus wird st\u00e4rker auf der Bindungsgestaltung zwischen neuen Mitglied und der \u00fcbrigen Community liegen.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>Was l\u00e4sst sich von DAOs lernen und auf die Organisationsentwicklung \u00fcbertragen?<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p><strong>Nelli: <\/strong>In einem Podcast rund um das Thema DAOs hat jemand gesagt: \u201eVersucht nicht, web2-Gesch\u00e4ftsmodelle in DAOs \u2013 also in die web3-Organisation \u2013 zu bringen. Sondern \u00fcberlegt: Welche Gesch\u00e4ftsmodelle machen DAOs eigentlich erst m\u00f6glich?\u201c Die Frage finde ich spannend. Was kann man in einer DAO besonders gut organisieren, was unsere traditionellen Organisationsformen nicht hergeben? Das ist die Frage, an der Jan und ich gerade t\u00fcfteln.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Mich zieht am st\u00e4rksten das Beteiligungsmodell an. Also, dass ich \u00fcber die Beteiligung dieEntscheidungsmacht mit Anderen teile, auch bei komplexen Fragestellungen. Eine DAO kommt eventuell zu smarteren L\u00f6sungen, weil sich mehr und verschiedene Perspektiven beteiligen.Anders gesagt: Wenn ich eine traditionelle Organisation bin und dringenden Bedarf an Innovation in einem bestimmten Bereich habe, k\u00f6nnte ich mir Expert:innen holen, die sich dann in einer DAO organisieren. Dadurch sind die Expert:innen m\u00f6glicherweise ganz anders investiert und k\u00f6nnen das Thema freier angehen, als wenn sie im Rahmen der traditionellen Organisationen Weisungen erhalten. Das k\u00f6nnte wie so ein Organisationsmodell f\u00fcr Innovationsprojekte sein.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Jan: <\/strong>Genau, das ist dann eine Idee von Co-Creation gepaart mit der Beteiligungsidee. Expert:innen&nbsp; co-createn imit und erspielen oder erwirtschaften sich Anteile an der DAO. Ein \u00e4hnlicher Gedanke f\u00fcr die Attraktion von Mitarbeitenden ist, dass man potentiellen Mitgliedern sagt: \u201eNimm an unserem Bewerbertag teil, lad doch mal deinen Lebenslauf hier hoch und du bekommst eine kleine Beteiligung an der Organisation. Ein weiterer Aspekt von dem man sich inspirieren lassen kann ist die Attraktivit\u00e4t einer gelebten Mission. In&nbsp; DAOs schwirren die Leute um ihre&nbsp; gemeinsame Mission, bringen ihre Kraft ein und ziehen Geld daraus. In einer DAO ist dies das zentrale Moment, das die Mitglieder zusammenbringt.. Das ist f\u00fcr mich ein Aspekt der mich fasziniert, wo ich denke: Wow, so kann man Zusammenarbeit auch motivieren.<\/p>\n\n\n\n<p>Und ein weiterer Gedanke: Wenn es um basisdemokratische Entscheidungen geht, kann man von DAOs lernen, wie man diese effizient gestalten kann. Und wie man Klarheit dar\u00fcber erreicht, wer wann und wie stimmen darf und wie die Fragen gestellt werden sollten, \u00fcber die abgestimmt werden soll. Da wird man im DAO-Umfeld in kurzer Zeit viel weiter sein als eine Organisation, die so etwas nur alle drei Jahre mal macht.&nbsp;<br><strong>Nelli: <\/strong>Die Governance ist bei DAOs auch sehr transparent. Was gerade zur Abstimmung steht oder mit welcher Abstimmungsform abgestimmt wird, kann man bei vielen DAOs auch online einsehen.<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>DAO steht f\u00fcr Dezentralisierte Autonome Organisation \u2013 eine Organisation ohne Festanstellungen und hierarchisches Management. Entscheidungen werden von den Mitgliedern per Votingverfahren getroffen. 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